Feuchtigkeitsschäden durch Schmelzwasser

Wenn Dachdecker derzeit zur Hilfe gerufen werden, finden sie oft eine extreme Zunahme von Feuchtigkeitsschäden vor – häufig in Dachgeschosswohnungen unter Steildächern. Nicht selten verfügen diese Dächer über eine im Normalfall ausreichende zweite Dichtungsebene in Form einer Unterspannbahn, wo entsprechende Schneeverwehungen zunächst aufgehalten werden. Sobald der Schnee bei steigenden Temperaturen allerdings in den flüssigen Zustand übergeht, sucht das Wasser seinen Weg in die darunter liegenden Gebäudeteile.

Das Schmelzwasser stellt aber auch insgesamt den Gebäudeteil „Dach“ in puncto Material, Dichtigkeit und Wasserablauf auf die Probe. Es macht Sinn, sich beim Dachdecker des Vertrauens rechtzeitig einen Termin zur Bewertung und gegebenenfalls Reparatur geben zu lassen. In vielen Fällen ist zunächst anzuraten, erst einmal abzuwarten, bis das Schmelzwasser abgelaufen und die betroffenen Stellen getrocknet sind.

Sofern die Betroffenen noch keinen Dachdecker ihres Vertrauens haben, empfiehlt die Dachdecker-Innung Herford eine Betriebssuche in der innungseigenen Mitglieder-Übersicht (hier klicken)!

Dachdecker arbeiten auch während des jetzigen Lockdowns

Unser öffentliches Leben ist erneut durch einen Lockdown stark eingeschränkt: Bis zunächst 10. Januar 2021 wurden von der Bundes- wie auch Landesregierung die Corona-Regelungen zur weiteren Eindämmung des Infektionsgeschehens in Nordrhein-Westfalen verschärft. Seit dem 16. Dezember 2020 ist der Einzelhandel grundsätzlich geschlossen. Ausnahmen davon gibt es nur für Geschäfte mit Gütern des täglichen Bedarfs, wie Lebensmitteleinzelhandel (auch Wochenmärkte), Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien. Darüber hinaus dürfen Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen und Kioske geöffnet bleiben. Der Verkauf von alkoholischen Getränken zwischen 23 Uhr und 6 Uhr ist ebenso untersagt wie der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum unabhängig von der Uhrzeit.

Nicht verboten worden sind Tätigkeiten des Dachdecker-Handwerks und andere Gewerke zur Schaffung und Instandhaltung von Wohnraum und Gebäuden. Gefordert ist vom Gesetzgeber allerdings ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Handwerkern und Kunden. Somit muss kein Immobilienbesitzer fürchten, bei einem Schaden im obersten Gewerk nasse Räume darunter zu bekommen. Die Fachleute der Mitgliedsbetriebe der Dachdecker-Innung Herford bewahren auch während eines Lockdowns vor Folgeschäden.

Wer später kommt, ist auch Willkommen

Der Beruf des Dachdeckers oder der Dachdeckerin ist anspruchsvoll – nicht zuletzt auch körperlich. Dafür ist er sicher: Denn den wörtlich genommen “Dachschaden” haben in diesem Handwerk immer die Immobilienbesitzer. Und regnet’s erst rein, wird schnelle Hilfe im Regelfall auch mit besonderer Wertschätzung belohnt.

Da nicht jeder Schulabgänger körperlich für das Dachdecker-Handwerk geeignet ist, suchen die Ausbildungsbetriebe der Dachdecker-Innung Herford ständig Auszubildende. In diesem Jahr haben bereits 15 junge Männer und Frauen eine Ausbildung zum Dachdecker oder zur Dachdeckerin begonnen. Und damit zwei mehr als 2019.

Obermeister Stefan Lewe freut sich, dass mehr junge Menschen sich fürs Dachdecker-Handwerk interessieren. Er weist aber zudem darauf hin, dass der künftige Fachkräftebedarf deutlich höher liegt. Daher sind auch “Späteinsteiger” willkommen.

Zwar beginnt das Ausbildungsjahr normalerweise im August, aber im Dachdecker-Handwerk kann auch deutlich später noch mit einer Ausbildung im aktuellen Lehrjahr angefangen werden. Bedeutet: Wer Interesse daran hat, anderen wörtlich genommen “aufs Dach zu steigen” und bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat oder aus einem anderen Beruf oder einem Studium wechseln möchte, kann sich kurzfristig an die Innung wenden unter Tel. 05741 – 30187-0 oder per E-Mail.

Dachdeckerverband startet mit “ZVDH aktuell” neuen Podcast

Vor wenigen Stunden startete der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) mit einem neuen Podcast “ZVDH aktuell”: Kurz und knapp werden dort wichtige Themen fürs Dachdecker-Handwerk vorgestellt. In der ersten Episode geht es um das neue Gebäude-Energiegesetz (GEG), das digitale Berichtsheft für Dachdecker-Azubis, Einzelheiten zu den Fördermaßnahmen für die energetische Sanierung und den Relaunch der Bewerberplattform für den Dachdecker-Nachwuchs.

Es geht dem ZVDH vorranging darum, die Innungsbetriebe anzusprechen und sie alle 14 Tage mit dachdeckerrelevanten Themen zu versorgen. “Bisher informieren wir in Online-Newslettern, über Facebook und Twitter, auf unserer Webseite sowie in unserer Verbandszeitschrift ‘DD/H Das Dachdecker-Handwerk’. Mit dem Podcast ‘ZVDH aktuell’ schaffen wir ein zusätzliches Angebot, mit dem wir nun auch gehört werden können,” erklärt ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. Neben den Mitgliedsbetrieben wolle man aber auch Nicht-Innungsbetriebe neugierig machen, so Marx weiter und nennt noch ein weiteres Anliegen: “Der Podcast soll dem Dachdecker-Handwerk über die Berufsorganisation hinaus eine Stimme verschaffen, um die Anliegen der Betriebe auch in der Politik zu Gehör zu bringen.”

Aktuell ist der Podcast bereits sichtbar auf Apple Podcast sowie bei Spotify und Google Podcast angemeldet.

Silberne Meisterbriefe vergeben

Über Silberne Meisterbriefe können sich seit wenigen Tagen Obermeister Stefan Lewe in Enger, sein Stellvertreter Jörg Palsbröker in Bünde und Andreas Pipa in Hiddenhausen freuen. Alle drei haben vor 25 Jahren ihre Meisterprüfungen im Dachdeckerhandwerk abgelegt – Stefan Lewe in Arnsberg bei der Handwerkskammer Südwestfalen und Jörg Palsbröker wie auch Andreas Pipa in Bielefeld bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe.

Freuen sich über die erhaltenen Urkunden: (V. l.) Obermeister Stefan Lewe (l.), sein Stellvertreter Jörg Palsbröker (r.) und Andreas Pipa aus Hiddenhausen.