Silberne Meisterbriefe vergeben

Über Silberne Meisterbriefe können sich seit wenigen Tagen Obermeister Stefan Lewe in Enger, sein Stellvertreter Jörg Palsbröker in Bünde und Andreas Pipa in Hiddenhausen freuen. Alle drei haben vor 25 Jahren ihre Meisterprüfungen im Dachdeckerhandwerk abgelegt – Stefan Lewe in Arnsberg bei der Handwerkskammer Südwestfalen und Jörg Palsbröker wie auch Andreas Pipa in Bielefeld bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe.

Freuen sich über die erhaltenen Urkunden: (V. l.) Obermeister Stefan Lewe (l.), sein Stellvertreter Jörg Palsbröker (r.) und Andreas Pipa aus Hiddenhausen.

Jetzt zwei Stellvertreter für den Obermeister

Keine akut für den Alltag wesentlichen, aber dennoch zukunftsorientierte personelle Veränderungen gab es bei der jüngsten Jahresversammlung der Dachdecker-Innung Herford: In den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurden Stefan Lewe (Enger) als Obermeister und Jörg Palsbröker (Bünde) als stellvertretender Obermeister in ihren Ehrenämtern bestätigt. Zudem wurde erstmals ein zweiter stellvertretender Obermeister gewählt. Ferner konnte der Vorstand mit zwei neuen Meistern verjüngt werden.

Der turnusgemäß gewählte Vorstand der Dachdecker-Innung Herford: (V. l.) Thomas Mader, Andreas Vogel, Markus Molitor, Carsten Hassel, Jörn Reddehase, Geschäftsführer Manuel Dierks, Obermeister Stefan Lewe und seine Stellvertreter Jörg Palsbröker und Frank-Jörg Warncke.
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Innungsversammlung am 22. September 2020

Die nächste Mitgliederversammlung der Dachdecker-Innung Herford ist für Dienstag, 22. Septemder 2020 geplant. Die Versammlung findet im Hotel Kahle Wart, Oberbauerschafter Str. 220, in Hüllhorst statt und beginnt um 18 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen laut Obermeister Stefan Lewe unter anderem Wahlen und Haushaltsplanungen.

Je zwei Gesellenbriefe für die neuen Dachdecker

Wer beruflich hoch hinaus will, der findet im Dachdecker-Handwerk dafür gute Möglichkeiten. Bereits erfolgreich den Weg nach oben eingeschlagen haben sieben junge Dachdecker und eine Dachdeckerin, die in Herford ihre Gesellenbriefe entgegennehmen konnten. Insgesamt nahmen zwölf Auszubildende an den Gesellenprüfungen teil.

Nahmen ihre Gesellenbriefe und Ehrungen von Handwerkskammerpräsident Peter Eul (v. l.), Obermeister Stefan Lewe und Kreishandwerksmeister Ulrich Birkemeier vor Ort entgegen: Louis Dahlhoff, Sophia Isabel Lewe, Philipp Geiermann, Fabian Brinktrine, Jan Warkentin sowie Niclas Günther. Foto: pcw

Eine besondere Freude war es für Obermeister Stefan Lewe von der Dachdecker-Innung Herford, dass unter den acht neuen Fachkräften mit Niclas Günther (DW Dachwerke GmbH & Co. KG, Espelkamp), Sophia Isabel Lewe (Stefan Lewe Dachdeckermeister GmbH, Enger) und Jan Warkentin (Georg Bukowski & Söhne GmbH, Hüllhorst) auch drei Absolventen mit hervorragenden Prüfungsleistungen zu finden sind. Sie konnten direkt von Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, ihre Auszeichnungen in Form von Buchpräsenten entgegennehmen. Darüber hinaus ermöglichen ihnen die guten Abschlussnoten, Förderprogramme der Handwerkskammer zu nutzen für weitere Qualifizierungen.

Ebenfalls jeweils zwei Gesellenbriefe – einmal die Urkunde zur Vorlage bei Arbeitgebern und öffentlichen Stellen und zudem den sogenannten in Handwerkstradition gestalteten, größeren Dachdecker-Schmuckbrief zum Einrahmen – konnten die übrigen Absolventen der Fachrichtungen Dachdeckungstechnik, Abdichtungstechnik sowie Außenwandbekleidungstechnik entgegennehmen: Louis Dahlhoff (Reddehase Bedachungen GmbH, Stemwede), Philipp Geiermann (Fritz Menninghaus GmbH & Co. KG, Lübbecke), Kevin Schwier (F. Sandmann GmbH, Herford), Marc Andre Teßner (Palsbröker Dachdeckermeister GmbH, Bünde) sowie Fabian Brinktrine (Sascha Puttkammer, Vlotho).

Laut Handwerkskammerpräsident Peter Eul fanden die Gesellenprüfungen coronabedingt unter erschwerten Bedingungen statt. Um so mehr lobte er die jungen Fachkräfte, bis zum Ende durchgehalten zu haben. Wer als Handwerker allerdings gut bleiben wolle, komme um ein lebenslanges Lernen nicht herum. Er ermutigte die jungen Fachkräfte, sich beispielsweise zum Meister weiterzubilden und sich auch ehrenamtlich zu engagieren – denn eine handwerkliche Ausbildung wäre nicht möglich, ohne das ehrenamtliche Engagement von Meistern und Gesellen in den Prüfungsausschüssen.

Auch für jetzige und angehende Schulabsolventen hatte er eine Empfehlung: „Das Beste, was junge Menschen heutzutage machen können, ist eine Ausbildung im Handwerk.“ Und wie Ulrich Birkemeyer als Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland deutlich machte, bildet der Gesellenbrief ein Tragwerk, das den Handwerkern auch in Zeiten einer Corona-Pandemie noch Halt und berufliche Perspektiven gibt.